Die Autohändler sind noch nicht im Web 2.0 angekommen
Im Jahr 2012 nutzte nur ein Drittel der Autohändler soziale
Netzwerke zur Kundenkommunikation. Dies klingt sehr wenig, bedeutet aber
tatsächlich eine deutliche Steigerung zum Vorjahr. Erst 17,9% hatten sich
damals an Facebook & Co. herangewagt.
Im vergangenen Jahr waren 33% der Autohändler in sozialen
Netzwerken aktiv. Der Anteil hat damit innerhalb eines Jahres zwar um mehr als
15% zugenommen, aber im vergleich zu anderen Branchen dennoch erheblichen
Nachholbedarf. Dies zeigt das Ergebnis einer Umfrage des
Marktforschungsunternehmens Plus im Auftrag von Autoscout24.
Demnach ist Facebook das beliebteste Netzwerk. So gut wie
alle derer sind mit 98%, die Social Media nutzen, auch dort aktiv. Twitter ist
mit 14,5% die zweitbeliebteste Plattform, gefolgt von XING mit 12,1%, YouTube
mit 10,9% und Google+ mit 10,3%.
Meist findet kein Dialog statt: Bei vier von fünf
Autohändlern geht es mehr um die Darstellung ihres Unternehmens als um die
Kommunikation mit potenziellen Käufern und Kunden. Vor allem trifft dies mit
84,7% auf Markenhändler zu, unter den freien Händlern ist es nur etwa die
Hälfte. Freie Händler versuchen mit 68,1% direkt über Social Media zu
verkaufen, Markenhändler mit 61%.
Darüber hinaus stellen vier von zehn in Social Media aktiven
Händlern ihre Werkstattleistungen vor, auf Gewinnspiele setzen 30,9% und nach
neuen Mitarbeitern suchen 21,1%. Aber lange nicht alle sind so richtig vom Sinn
ihrer Aktivitäten überzeugt. Mit den Ergebnissen gibt sich nur ein Drittel der
Händler zufrieden und 58,2% kommen zu einer neutralen Betrachtung. Die große
Mehrheit besitzt inzwischen immerhin eine eigene Website, im Jahr 2012 waren es
84,2%. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,9% gegenüber dem Vorjahr.
Für diese Studie wurden 251 markengebundene und 249 freie
Händler in Deutschland befragt.



