In Bewerbungsgesprächen sind private Social-Media-Daten kein Thema

Die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass Bewerber in einem

Vorstellungsgespräch auf ihre Social-Media-Aktivitäten angesprochen werden. Bei

der Einstellung wurden 90% der 1.595 befragten Arbeitnehmer noch nie nach

solchen Informationen gefragt. Dies ergab eine Studie der Jobbörse Stepstone.

Arbeitssuchende sollten trotzdem genau darauf achten, wer welche Angaben zu

ihrem Profil lesen kann.

Private Daten aus den sozialen Medien spielen für die

Personaler auch mit der steigenden Bedeutung von Facebook, Twitter und Co.

zumindest im Vorstellungsgespräch keine Rolle. Von den Befragten hatten 89%

bereits im Jahr 2010 angegeben, bei einer Bewerbung noch nie auf Kommentare

oder Fotos aus diesen Quellen angesprochen worden zu sein. Dr. S. Knorr,

Marketingleiter bei Stepstone erklärte dazu:“ Soziale Netzwerke spielen im

privaten Kontext heute eine wichtige Rolle. Diese hohe Relevanz spiegelt sich

im Bewerbungsprozess allerdings bisher nicht wider“.

Trotzdem ist eine kritische Prüfung der eingestellten

Inhalte für Arbeitssuchende unerlässlich, da die Vermutung nahe liegt, dass

potenzielle Kandidaten mit fragwürdigen Profilinhalten gar nicht erst zum

Bewerbungsgespräche eingeladen werden. Im vergangenen Jahr hatte so der „Social

Media Recruiting Report des „Institute for Competive Recruiting“ ergeben, dass

bereits 24% der Arbeitgeber in den sozialen Medien nach neuen Arbeitnehmern

suchen würden. Die Tendenz dazu ist steigend.

Unter Umständen stehen der Ansprache privater Themen im Bewerbungsgespräch

auch datenschutzrechtliche Gründe gegenüber. Dr. Knorr empfiehlt, Bewerber

sollten sich aber trotzdem in die Lage des Personalers hineinversetzen. So

helfe es z. B. schon, die Einstellungsoptionen für die eigenen Profile zu

überprüfen und zu bearbeiten. Das gelte ganz besonders, wenn Kommentare oder

Fotos ein schlechtes Licht auf den Bewerber werfen könnten.


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News-Datum: 25.03.2013

News erstellt von:

takeWeb21 UG