An Erfolgsmessung scheitern Unternehmen weiter
Inzwischen werden Social Media von den meisten Unternehmen
als Kommunikationskanal genutzt, allerdings tun sie sich mit der Erfolgsmessung
schwer. Die Aktivitäten werden einer Studie von Camelot und der EBS Business
School zufolge so gut wie gar nicht erhoben oder ausgewertet.
Laut der Studie „Blackbox Digitales Marketing“, welche die
Strategie- und Organisationsberatung Camelot gemeinsam mit dem Lehrstuhl für
Strategisches Marketing an der EBS Business School durchgeführt hat, gibt es in
den wenigsten Unternehmen eine Kopplung der Social-Media-Kennzahlen mit
etablierten Effektivitätskennzahlen oder Finanzkennzahlen wie dem Return on
Investment. Um die Effektivität von Social-Media-Marketing messen und
schließlich auch steigern zu können, wäre dies dabei die längst fällige nächste
Stufe, so die Studienautoren. Allerdings gibt mehr als die Hälfte der Befragten
an, Erfolge nach selbst definierten Erfolgskennzahlen auf der Grundlage von
Erfahrungswerten zu messen, aber diese Daten dann nicht in die finanzorientierten
Steuerungselemente des Unternehmens-Controllings zu überführen. Demnach sind im
Markt bereits existierende Metriken, wie z. B. die McKinsey GRP-Methode, noch
kaum bekannt.
Die Studienautoren sagen, die Unternehmen haben ihr Ziele jedoch
sehr wohl im Blick. Content, Gestaltungsmöglichkeiten und Kanäle würden zwar
definiert, Schwierigkeiten gebe es aber dann mit dem Monitoring der Aktivitäten
und der Auswertung der Daten. Nach eigenen Angaben fehlt es den Unternehmen
dazu an personellen und zeitlichen Ressourcen.



