In Printmedien informieren sich Social-Media-Nutzer primär
Wie ticken Social-Media-Nutzer, wenn es um die Kommunikation
mit Organisationen und Unternehmen geht? Laut einer aktuellen Studie offenbar
nicht mehr viel anders als der Durchschnitt der Bevölkerung. Sie beziehen ihr
Wissen auch in erster Linie aus klassischen Medien.
Die Agentur Commendo wollte für die Studie „Com-X“ wissen,
wie deutsche Social-Media-Nutzer ihre Kommunikation mit Organisationen und
Unternehmen beurteilen. Die Fakten: Demnach nutzen mehr als drei Viertel der
1.000 Befragten das Internet, davon mit 37% knapp die Hälfte täglich. Im Social
Web ist beinahe jeder Zweite unterwegs, wobei mit 39% Facebook die beliebteste
Plattform ist.
Am meisten überrascht aber sicher, dass selbst
Social-Media-Nutzer ihre Informationen mit 67% primär den klassischen Medien
entnehmen. Mit 75% ist der Unterschied der Nicht-Nutzer damit geringer als
erwartet. Nur 28% nutzen das Social Web (31% der Facebook-Nutzer), um sich zu
informieren. An einen Kontakt in den letzten drei Monaten können sich wenige
(11%) erinnern.
Nur 30% der Social-Media-Nutzer fühlen sich gut informiert,
wobei 40% die Unternehmensauftritte dennoch sympathisch finden. Dennoch finden
nur 20% deren Kommunikation für glaubwürdig. Deshalb wünscht sich ein Drittel
(30%), dass ihre Meinung zu relevanten Themen auch gehört wird. In Social Web
und Internet seien Glaub- und Vertrauenswürdigkeit maßgeblich von den
Kommentaren, Bewertungen und Empfehlungen anderer Nutzer abhängig, sagt
Studienleiter Michael Bürker. Bloggern und Twitterern komme deshalb eine aktive
Rolle als Influencer zu. Eine Verknüpfung der drei Kommunikationswelten
Internet, Social Web sowie klassische Medien, sei entscheidend.



