Mark Zuckerberg und das Hacker-Problem

Ein Computerexperte, der publikumswirksam die Facebook-Seite

von Mark Zuckerberg hackte, bekommt von dem Netzwerk für das Aufdecken dieser

Schwachstelle keine Belohnung. Facebook zahlt Hinweisgebern normalerweise 500

Dollar, wenn sie Fehler an das Netzwerk melden. Dem jungen Mann aus Palästina

verweigerte Facebook jedoch die Belohnung, denn die Experten sollen die

gefundenen Schwachstellen nicht selbst ausprobieren.

Daraufhin setzten Unterstützer eine Spendenaktion im

Internet in Gang. Damit dürfte der Programmierer besser abschneiden, als wenn

er direkt von Facebook Geld bekommen hätte: Spender machten für Khalil Shreateh

über 8.600 Dollar locker.

Shreateh hatte eine Schwachstelle entdeckt, die es

gestattete, Mitteilungen von Nutzern auf den Facebook-Profilseiten zu platzieren,

mit welchen man nicht „befreundet“ ist. Eigentlich sollte dies aber nicht

gehen. Ein Mitglied des Facebook-Sicherheitsteams antwortete nach seinem ersten

Hinweis:“ Das ist kein Fehler“. Shreateh demonstrierte als Reaktion seine

Entdeckung publikumswirksam direkt auf der Seite des Facebook-Gründers. Er

schrieb:“ Lieber Mark Zuckerberg, sorry, dass ich Ihre Privatsphäre verletze“,

und erklärte, er habe keine andere Wahl gehabt.

Facebook-Sicherheitschef Joe Sulivan räumte ein, das

Netzwerk habe den Hinweis zu schnell abgewiesen. Er würde die Frustration von

Shreateh verstehen, auch wenn dieser zunächst nicht genug Informationen

geliefert habe. Aber trotzdem werde der Zuckerberg-Hacker kein Geld bekommen:“

Wir werden von unserer Praxis nicht abweichen, keine Belohnung an Experten zu

zahlen, welche Schwachstellen an echten Nutzern ausprobiert haben.“ Daraufhinstartete Sicherheits-Experte Marc

Maiffret, der als Teenager selbst ins Visier von Hacker-Jägern des FBI geraten

war eine Kampagne, die Shreateh 10.000 Dollar bringen soll.


Details

News-Datum: 05.12.2013

News erstellt von:

takeWeb21 UG